2010 - 50 Jahre Rundenwettkämpfe

Am 9. Oktober hat die Rundenwettkampfgruppe Paderborn-Nord des Diözesanverbandes Paderborn sein 50jähriges Bestehen in der Schützenhalle der St. Petrus und Paulus Schützenbruderschaft Scharmede (Stadt Salzkotten) gefeiert. Hierzu waren alle Schießsportgruppen und -vereine, sowie zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und dem Schützenwesen eingeladen. Rundenwettkampfleiter Ralph Düchting konnte in seiner Begrüßung die rund 300 Besucher, die der Einladung gefolgt waren, willkommen heißen. Grußworte und Gratulationen wurden vom stellvertretenden Landrat Wolfgang Schmitz, der stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Salzkotten Elisabeth Keuper, dem Bürgermeister der Stadt Delbrück Werner Peitz, dem Diözesanbundesmeister Eberhard Banneyer und dem Bundesschießmeister Walter Finke ausgesprochen. Letzterer gab einen Überblick in die Geschichte der Rundenwettkampgruppe wieder.

Aus kleinen Anfängen heraus haben sich Männer gefunden, diese RWK-Gruppe aufzubauen. Ein erster Freundschaftswettkampf fand im November 1960 zwischen Sennelager und Schloß Neuhaus statt. Am 17. Oktober 1961 fand dann eine Versammlung statt, die beschloss, die Rundenwettkämpfe mit 6 Bruderschaften aufzunehmen. Hans Wegener aus Sennelager wurde hier zum ersten RWK-Leiter gewählt. Heute starten in der RWK-Saison 2010/2011 414 Mannschaften mit ca. 1650 Einzelschützen. Es geht neben dem sportlichen Vergleichen auch um ein gesellschaftliches Miteinander und um ein Miteinander der Generationen. Das ist auch der Vorteil der Schießsports: Man kann ihn bis ins hohe Alter hinein aktiv und mit Erfolg ausüben.

So wurde die Jubiläumsveranstaltung genutzt Personen zu ehren, die sich im Schießsport bzw. in der Rundenwettkampfgruppe verdient gemacht haben. Bernd Heggemann und Walter Finke erhielten die Ehrennadel des Diözesanverbandes Paderborn in Silber. Günter Budde wurde für 27 Jahre RWK-Leitung und die Einführung der elektronischen Auswertung, die Ehrennadel in Gold überreicht. Ebenfalls erhielt Hans Susott die Ehrennadel in Gold.


Foto v.l: Diözesanbundesmeister Eberhard Banneyer, Bernd Heggeman (ehem. RWK-Kassierer), Diözesanschießmeister Franz Heinrichsmeier, Hans Susott, Bundesschießmeister Walter Finke, RWK-Leiter Ralph Düchting, Ehren-RWK-Leiter Günter Budde und stellv. RWK-Leiter Björn Seidel.

Zu Beginn der Feierlichkeiten wurde durch ein Vogelschießen ein RWK-Jubelkönig ermittelt. Mit dem 93. Schuss konnte Hansi Rüsing aus Holsen die Reste des hölzernen Adlers aus dem Kugelfang holen.

Zuvor hatte Frank Heinzner aus Thüle den Apfel, Markus Meier aus Westenholz das Zepter und Helmut Klaus aus Scharmede die Krone abgeschossen. Bei den anschließenden Ehrungen überreichte Ralph Düchting den erfolgreichen Schützen als Anerkennung Präsente. Bei bester Unterhaltung durch das Party Symphonie Orchestra wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Viele Anekdoten und Erlebnisse aus 50 Jahren Rundenwettkämpfen wurden in zahlreichen Gesprächen wieder aufgefrischt und trugen zum Gelingen der Jubiläumsfeierlichkeiten bei.


Am Sonntag, 05. Dezember hat eine Abordnung von 10 Personen aus dem Diözesanverband Paderborn das Kinderhospital Osnabrück besucht. Zweck dieses Besuches war die Übergabe von Spenden, die vorwiegen aus Kreisen der Sportschützen erwirtschaftet wurden. Zum einen war es der Vorstand der Rundenwettkampfgruppe Paderborn-Nord um RWK-Leiter Ralph Düchting. Diese konnten den Erlös in Höhe von 1364,44 € aus der Jubiläumsfeier überreichen. Hierzu hat entscheidend beigetragen, dass die St. Petrus und Paulus Schützenbruderschaft Scharmede ihre Schützenhalle kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Des Weiteren waren es Mitglieder aus der St. Landolinus Schützenbruderschaft Boke, die bereits zum 31. mal eine Spende an das Kinderhospital überreichen konnten. In diesem Jahr betrug die Summe 2648,06 €. Unter anderem veranstalten die Boker Schützen jedes Jahr ihr traditionelles Ottensmeier-Pokalschießen, wo der Erlös im vollen Umfang dem Kinderhospital zur Verfügung gestellt wird. Ebenfalls konnten in diesem Jahr 2 Sprungböcke und ein Turnpferd aus der Sporthalle aus Mantinghausen für die Bewegungshalle, die zum Kinderhospital gehört, gespendet werden.


Zurzeit baut das Kinderhospital Osnabrück ein neues Gebäude mit 140 Betten, wovon 21 Betten zur Intensivstation gehören. Hier sollen Kinder vom Säuglingsalter an fach- und kindgerecht betreut und behandelt werden. Dieser Neubau, der wahrscheinlich im April 2011 eröffnet werden soll, konnte von der Gruppe aus dem Paderborner Land besichtigt werden. Prof. Dr. Norbert Albers, Leiter des Kinderhospitals, konnte alle Bereiche des Neubaus genauestens erläutern. Alle Anwesenden überzeugten sich hierbei, dass die Spenden hier gut gebraucht werden können.