29. November - Beginn der Adventszeit

28.11.2020

29. November - Beginn der Adventszeit

Gedanken und Meditation zum Beginn der Advents- und Weihnachtszeit von Diözesanpräses Martin Göke

Liebe Schützenschwestern und Schützenbrüder!

Mit dem 1. Adventssonntag beginnt ja die Adventszeit. Sie ist eine besondere Zeit. Wir bereiten uns ja auf Weihnachten vor, auf das Geburtsfest Jesu.

In diesem Jahr ist die Adventszeit aber auch eine besondere Zeit, da durch die Corona-Pandemie so manche Weihnachtsfeiern ausfallen oder wir durch unseren Gottesdienstbesuch eingeschränkt sind. Auch das Weihnachtsfest wird in diesem Jahr anders sein.

Ich möchte Euch nun an den vier Adventsonntagen durch Meditationen und Texte einstimmen auf das Weihnachtsfest:

Advent heißt ja:

Sehnsucht haben nach mehr Sinn, nach mehr Glauben, nach mehr Lebensqualität, nach mehr Lebensglück.

Advent, das ist staunen können über kleine Zeichen der Liebe, staunen können über kleine Spuren Gottes in der Welt.

Advent – das ist warten und hellhörig sein, wo Gott sich entdecken lässt in dieser Welt.

Advent heißt in diesem Jahr auch, Geduld haben; darauf vertrauen, dass es auch wiedern anders wird.

Advent heißt somit auch, mitten im Dunkel den Stern suchen und finden, der dich zu deinem Lebensretter führt.

Advent – das ist träumen und wünschen, hoffen und sehnen. Es muss nicht alles so bleiben, wie es ist.

Wir brauchen diese Zeit des Advent. Wir brauchen den Kranz und die Kerzen.

Wir brauchen diese Sehnsucht nach einem anderen, nach einem besseren Leben.

 

Der 1. Adventssonntag steht unter dem Thema: „Wir machen uns auf den Weg!“

Wir beginnen mit einem Gebet:

          Guter Gott,

          du führst uns auf unseren Wegen.

          Wir haben uns aufgemacht, zu unserem Weg durch den Advent.

          Oft führen unsere Wege durch Dunkelheiten,

          sei es aufgrund äußerer Umstände wie Krankheit, Leid und Not.

          Sei es durch eigene Schuld,

          wie der Mangel an Glaube, Hoffnung und Liebe.

          Sei es durch Hektik oder Oberflächlichkeit.

          Sei du unser Licht, hilf uns, den rechten Weg zu finden.

          Hilf uns, dass wir immer wieder über unseren Weg nachdenken,

          ihn in deinem Licht zu betrachten.

          Entzünde unser Licht, damit wir für andere Licht auf dem Weg sind. 

          Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen.

 

Nun eine „Meditation“: Ich bin gern mit Menschen auf dem Weg.

 Ich bin gern mit Menschen auf dem Weg,

* die nicht nur ihren eigenen Vorteil sehen

* die nicht nur reden, sondern auch zuhören können

* die Zeit haben oder sich Zeit nehmen

 Ich bin gern mit Menschen auf dem Weg,

* die zuverlässig sind;

* die Freude ausstrahlen

* die gut über andere reden

 Ich bin gern mit Menschen auf dem Weg,

* die ihnen Anvertrautes für sich behalten können

* die die Wahrheit sagen

* die das Leben lieben

 Ich bin gern mit Menschen auf dem Weg,

* die mich so annehmen, wie ich nun mal bin

* die bei meinen Schwächen ein Auge zudrücken

* die traurig sind, wenn ich sie Verlassen muss

 Ich bin gern mit Menschen auf dem Weg,

* die ein Auge haben für meine Nöte und Sorgen

* die ein Ohr haben für meine Anliegen

* die ein Herz haben für mein Leid

 Ich bin gern mit Menschen auf dem Weg,

* die Hand anlegen, wenn sie gebraucht werden

* die vergeben können, wenn ich versagt habe

* die danach fragen, was mir fehlt

 Ich bin gern mit Menschen auf dem Weg,

* die mir Wege zu Gott aufzeigen

* die mit mir zum Gottesdienst gehen

* die mir christliche Begeisterung vermitteln

 Ich fühle mich reich beschenkt,

wenn ich mit diesen Menschen auf den Weg bin!

 

Liebe Schützenschwestern und Schützenbrüder,zwei Wege prägen den Advent:

Der des Johannes und die jesuanische Bewegung.

Johannes der Täufer rief seine Zuhörer in zur Umkehr auf. Seine Botschaft lautet: „Kehrt um!“ Wenn ihr euren Lebensstil ändert, hat Gott mit euch Erbarmen.  Johannes betont, den Beitrag, den jeder zu leisten hat, damit sich Gottes Ankunft ereignen kann.

Jesus betont, dass Gott sich – von leidenschaftlicher Liebe getrieben – auf den Weg zu den Menschen macht.

Die beiden Bewegungen schließen jedoch einander nicht aus, sondern ergänzen sich. Der Mensch wird umkehren, aus Liebe zu Gott.

Denn Gott hat sich auf den Weg zu uns Menschen gemacht – in dem Menschen Jesus von Nazareth. Bereiten wir ihm den Weg, in unsere Herzen.

Öffnen wir uns ihm. Kehren wir aus, was uns für seine Ankunft hindert.

 

Gebet:

Gott, unser Vater!

Wir brauchen die Gemeinschaft von Menschen, die gerade in dunklen Tagen bei uns sind und uns auch hin und wieder den Weg ausleuchten.

Denn oft sind Unebenheiten auf unserem Weg. Fülle du die Unebenheiten und lass und den richtigen Weg finden. Begleite uns auf dem Weg, damit wir mit dankbarem Herzen Weihnachten feiern können.

Dazu segne uns der gute Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

Weiterhin einen besinnlichen 1. Advent.


Euer Diözesanpräses

Martin Göke

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