Weihnachten - ein Fest der Hoffnung und dem Wunsch nach Geborgenheit

22.12.2021

Weihnachten - ein Fest der Hoffnung und dem Wunsch nach Geborgenheit

Gedanken zum Fest von Diözesanpräses Martin Göke


Liebe Schützenschwestern und Schützenbrüder,  

Was verbinden wir mit Weihnachten: doch vor allem, sicher die Hoffnung, dass diese Coronazeit endlich vorbei geht, dass wir wieder normal miteinander umgehen dürfen, oder auch, dass wir persönlich gesund bleiben.

Es ist eine schmerzhafte Zeit: Besuche, die man so gern gemacht oder empfangen hätte, konnten nicht immer stattfinden. Wir haben aber auch noch die Flutkatastrophe in der Eifel und in anderen Teilen unseres Landes in Erinnerung. Ich möchte mich bei allen bedanken, die großzügig und sofort gespendet haben. Mögen die Bewohner Weihnachten in der Hoffnung feiern, dass es ihnen bald wieder besser geht.

Vielleicht spüren wir ja in diesem Jahr besonders, dass Weihnachten ein Fest nach Geborgenheit ist, ein Fest nach Angenommen-Sein, nach Sich-Freuen und Glücklich-Sein, nach Geschenken und Beschenkt-werden, nach Geliebt-werden ist, kurz: wir hoffen auf bessere Zeiten.

In der Heiligen Nacht wird uns Hoffnung zugesagt durch die Botschaft der Engel: Es herrscht große Freude, weil der Retter und Erlöser geboren ist.

Die Geburt Jesu geschieht ja unter widrigen Umständen: Ein unverheiratetes Paar mit einer hochschwangeren Frau macht sich auf den Weg. Sie finden keine Herberge. Das neugeborene Kind wird in eine Krippe gelegt. Die ersten Besucher sind arme Leute - Hirten. Später kommen Sterndeuter -Ausländer- hinzu. Unsere vielen Krippendarstellungen malen das Geschehen reichhaltig aus.

Dahinter steckt für mich die Botschaft: Gott ist unterwegs zu den Menschen. Gott bleibt nicht auf Abstand. Gott sucht den Kontakt zu den Menschen. Gott macht sich schmutzig.

„Immanuel“ ist sein Name: „Gott mit uns“. Jesus heißt er: „Gott rettet“.

Ich wünsche euch allen und euren Familien, dass ihr spürt. Gott ist da. Er ist in meinem Alltag.

Mein Wunsch ist es: Mögen wir die Gabe dieser Weihnacht, das Geschenk des göttlichen Kindes, die Freude über kleine und große Zeichen der Verbundenheit und Liebe, trotz Corona dankbar annehmen.

Mögen wir aber auch erkennen, dass dieses beschenkt werden auch eine Aufgabe ist: die Aufgabe, zu tun, was dieser Jesus uns gelehrt hat: dass die schlichten Taten der Liebe die wichtigste Aufgabe unseres Lebens sind. Das kann beginnen mit dem Moment der Geduld, den wir zeigen, einem Lächeln oder ein freundliches Wort, das wir anderen schenken oder das wir im Stress dieser Tage nicht aneinandergeraten.

Die Verheißung dieser Heiligen Nacht will also ihre Erfüllung finden in unserem Leben. Gott ist einer von uns, nein, er möchte in uns sein; durch uns möchte er wirken; möchte er den Menschen nahe sein.         

 

Liebe Schützenschwestern und Schützenbrüder, ich wünsche Euch und euren Angehörigen dass uns dies gelingt, dass seine Liebe durch uns in die Welt kommt. Ich wünsche euch allen ein gesegnetes und gnadenreiches Weihnachtsfest.

Mein Gruß gilt besonders auch denen, die krank sind. Ihnen wünsche ich besonders Gesundheit und, dass er, der Herr, ihre Wege mitgeht.



Euch allen wünsche ich Gottes Wegbegleitung auch im neuen Jahr


Eurer Diözesanpräses Martin Göke


Diözesanpräses Martin Göke
 
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