Herzlich Willkommen beim Diözesanverband Paderborn

im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V.

Vorstellung des Diözesankönigspaares

06.03.2026

2025 errang Stefan Fischer in Mönchengladbach die Würde des Diözesankönigs und regiert zusammen mit seiner Königin Silke Dohmann


Diözesankönigspaar 2025-2026

Foto: Tobias Herbst/BHDS

Ein strahlendes Königspaar nicht nur 2023 im heimischen Merlsheim, sondern nun auch aktuell als Diözesankönigspaar des Diözesanverbandes Paderborn: Silke Dohmann und Stefan Fischer.

Beide sind dem Schützenwesen seit vielen Jahren eng verbunden und bringen Erfahrungen aus Verein und Ehrenamt mit.

Die 43-jährige Königin ist mit dem Schützenwesen bestens vertraut. Bereits 2002 gehörte sie dem Hofstaat der Schützenbruderschaft Lüchtringen an, 2007 war sie Jungschützenkönigin im Schützenverein Falkenhagen. Beruflich ist sie als Gruppenleiterin der Baufinanzierung bei der Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter tätig und betreut dort Häuslebauer im gesamten Kreis Höxter. In ihrer Freizeit trifft man Königin Silke im Fitnessstudio, beim Skaten oder sie fährt mit ihrem Motorrad über die Straßen.

Diözesankönig Stefan Fischer ist 50 Jahre alt und seit vielen Jahren im geschäftsführenden Vorstand seiner St. Josef Schützenbruderschaft Merlsheim 1778 Schönenberg e.V. aktiv. Nach seiner langjährigen Tätigkeit als 1. Kassierer übernahm er 2019 das Amt des Obersts und 1. Vorsitzenden. Bereits in jungen Jahren war er ein erfolgreicher Sportschütze und errang 1993 zunächst die Würde des Bezirksprinzen, später die des Diözesanprinzen. Beim Bundes-Prinzen-Schießen desselben Jahres belegte er den zweiten Platz. Auch beruflich ist Stefan bei der Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter beschäftigt, wo er für die Vertriebssteuerung und -strategie verantwortlich ist.

Für das Diözesankönigspaar der Diözese Paderborn steht das in ihrer Heimat-Bruderschaft vor allem für gelebte Verbundenheit, Tradition und generationsübergreifende Gemeinschaft. Dies zeige sich nicht zuletzt an der langen Geschichte der Schützenbruderschaft Merlsheim-Schönenberg, die im Jahr 2028 ihr 250-jähriges Bestehen feiern wird.

Für König Stefan war die Königswürde 2023/2024 in seiner Heimat die Erfüllung eines lang gehegten Traums. Bereits seit seiner Jugend ist er als aktiver Sportschütze eng mit dem Schützenwesen verbunden. Auch seine langjährige Vorstandstätigkeit, in der er zahlreiche Könige in ihren Amtsjahren begleiten und Schützenfeste mitorganisieren durfte, habe diesen Wunsch weiter gefestigt. Eine zusätzliche Motivation sei das zehnjährige Königsjubiläum seines Vaters gewesen.

Bei bestem Wetter feierten das Dorf und zahlreiche Gäste aus nah und fern drei Tage lang ausgelassen. Besonders die Zeit der Vorbereitung, in der das Dorf zusammenrückte, geschmückt wurde und sich geschlossen auf das Fest einstimmte, sei als außergewöhnliches Gemeinschaftserlebnis in Erinnerung geblieben. Die große Unterstützung und Herzlichkeit der Bevölkerung erfüllen das Königspaar bis heute mit Dankbarkeit und Stolz.

Es folgte die Bezirkskönigswürde im Heimatbezirk Höxter am 7. September 2024. Damit qualifizierte er sich für die Teilnahme an den Bundesschießwettbewerben im Rahmen des Bundesschützenfestes in Mönchengladbach 2025.

Am 20. September trat er gemeinsam mit 89 amtierenden Bezirksköniginnen und -königen aus mehreren Diözesen auf der Schießanlage in Mönchengladbach-Rheindahlen an. Geschossen wurde mit dem Kleinkalibergewehr auf 50 Meter. Nach einer kurzen Einschießphase folgten drei Wertungsschüsse, die über die Vergabe der Diözesan- und Bundesmajestäten entschieden. Und dann hieß es: „…warten auf die Siegerehrung.“

Obwohl Stefan Fischer nach den Probeschüssen kein gutes Gefühl hatte, waren es 28 Ringe (von 30 möglichen Ringen) im Wertungsdurchgang.

Die Bekanntgabe des neuen Diözesankönigspaares der Diözese Paderborn war für König Stefan ein völlig überraschender Moment. Nach eigenen Einschätzungen war er nach den Probeschüssen ohne große Erwartungen zur Siegerehrung gefahren. Das Ergebnis habe er zunächst gar nicht bewusst wahrgenommen, da er während der Verkündung im Gespräch mit Schützenbrüdern gewesen sei. Erst als sie ihm gratulierten und ihn aufforderten, zur Bühne zu gehen, wurde ihm der besondere Augenblick bewusst. In der Folge habe sich das Geschehen für ihn wie in einem Film abgespielt.

Auch für Königin Silke kam die Nachricht überraschend. Zum Zeitpunkt der Siegerehrung befand sie sich noch nicht in Mönchengladbach, da ihre Anreise ursprünglich erst für den folgenden Tag geplant war. Nach Abschluss der Schießwettbewerbe war sie von ihrem Freund zunächst darüber informiert worden, dass eine spätere Anreise ausreiche, da das Schießen aus seiner Sicht nicht erfolgreich verlaufen sei. Die tatsächliche Auszeichnung zum Diözesankönig wurde Silke schließlich telefonisch durch den begleitenden Hauptmann der Schützenbruderschaft Merlsheim-Schönenberg übermittelt.

Die Nachricht sorgte für spontane Umplanungen: Bereits in den frühen Morgenstunden machte sie sich auf den Weg nach Mönchengladbach, um rechtzeitig zur Krönung vor Ort zu sein. Nach der Ankunft blieb nur wenig Zeit für die Vorbereitung, bevor es direkt zur feierlichen Zeremonie ging.

Eine persönliche Note erhielt der Erfolg durch ein zuvor gegebenes Versprechen: Für den Fall eines Titels hatte König Stefan seiner Königin ein neues Königinnenkleid zugesagt – ein Versprechen, das er im Anschluss an das Bundesfest auch einlöste.

Den ersten Auftritt als Diözesankönigspaar erlebten Silke und Stefan bei der Krönung und dem anschließenden Festumzug in Mönchengladbach als eindrucksvoll und ereignisreich. „Die Kulisse mit rund 20.000 Schützenschwestern und -brüdern war schon beeindruckend“, so Silke Dohmann.

Die Vielzahl an Begegnungen und Eindrücken sei überwältigend gewesen, berichteten beide. Besonders dankbar zeigten sie sich für die Unterstützung durch die Vorstandsmitglieder des Diözesanverbandes Paderborn, die ihnen während der gesamten Veranstaltung zur Seite standen.

Mit großer Vorfreude blickt das amtierende Diözesankönigspaar der Diözese Paderborn auf das bevorstehende Schützenjahr. Der Terminkalender füllt sich bereits jetzt mit zahlreichen Einladungen, zunächst zu Winter- und Festbällen, bevor ab Mai die eigentliche Schützenfestsaison beginnt. Bis zum nächsten Bundesschützenfest, das vom 11. bis 13. September 2026 in Damme stattfinden wird, erwartet das Königspaar zahlreiche Begegnungen, Veranstaltungen und besondere Momente. Dabei stehen für sie vor allem der persönliche Austausch und das gemeinschaftliche Erleben im Mittelpunkt.

Zugleich verbindet das Diözesankönigspaar mit seinem Amt einen klaren Anspruch: Das Schützenwesen soll Gemeinschaft leben, Menschen miteinander verbinden und mit Offenheit und Vorbildfunktion gestaltet werden. Diese Haltung möchten sie auch an ihre Nachfolger weitergeben und ermutigen, das Amt mit Engagement, Aufmerksamkeit und Würde auszufüllen.

Mit Blick auf die Zukunft des Schützenwesens betonen die Majestäten die Bedeutung von Traditionen, Ritualen und Bräuchen, die Gemeinschaft und Vielfalt fördern. Gleichzeitig müsse es gelingen, diese so weiterzuentwickeln, dass sich auch junge Menschen angesprochen und eingebunden fühlen.

Die kirchliche Prägung des Schützenbrauchtums habe sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Insbesondere in ländlichen Regionen nehme die kirchliche Unterstützung deutlich ab, was sich unter anderem in der geringeren Zahl von Schützenmessen widerspiegele. Ursachen seien vor allem fehlende Seelsorger und eingeschränkte personelle Ressourcen.

„Unser Schützenfest 2023 stand unter dem Motto: „Wir können Schützenfest“. Damit meinten wir nicht nur uns als Königspaar, sondern alle die zu einem Schützenfest dazugehören (Hofstaat, der ganze Verein, Gäste aus nah und fern, Spielmannszug, Blaskapelle und und und…). Alle haben bewiesen, dass sie Schützenfest können“, so Diözesankönig Stefan Fischer.

Auf die Frage nach einer erneuten Übernahme einer Königswürde reagiert das amtierende Diözesankönigspaar der Diözese Paderborn charmant zurückhaltend. Nach insgesamt fünf aufeinanderfolgenden Jahren „in Amt und Würden“ – beginnend als Königsanwärter über das Königs- und Bezirkskönigspaar bis hin zum aktuellen Diözesankönigspaar – stehe zunächst der Wunsch nach einer Pause im Vordergrund. Gleichzeitig betonen beide: „Sag niemals nie!“

Mit Blick auf ihre Nachfolger als Diözesankönigspaar raten sie dazu, jede Begegnung bewusst zu erleben, offen auf Menschen zuzugehen, zuzuhören und die Gemeinschaft aktiv zu leben. Vorbildliches Handeln und verbindendes Auftreten seien entscheidend, um das Amt mit Würde auszufüllen, gemeinsame Momente zu erschaffen und in Erinnerung zu bleiben.

Text: Benedikt Laame


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